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Das SFS-Sommerfest zum Thema Selbstverteidigung

Natürlich hofft man, dass man nie in so eine Situation kommt, aber wenn doch ...

Selbstverteidigung ist ein wichtiges Thema für Kinder, Frauen und Männer. Leider auch ein vernachlässigtes, denn eigentlich möchte niemand daran denken, dass man möglicherweise mal in eine Situation kommen könnte, in der man sich mit Händen und Füßen seiner Haut wehren muss.

Grund genug für uns, Personal Trainer Matthias Hauck von Pure Life Energy in Hamburg zu unserem Sommerfest einzuladen, um die wichtigsten Basics für den Fall, dass wir's brauchen, zu lernen.


Matzes wichtigste Botschaft: Täter suchen Opfer, keine Gegner. Das heißt: Auch wenn wir Angst haben, nicht klein machen und einkugeln, sondern mit breitem Kreuz und hocherhobenen Kopf per Körpersprache signalisieren, dass wir nicht gewillt sind, ein Opfer zu sein. Das hat auch was mit Mindset zu tun und man kann - und sollte - es üben.
Zweiter Tipp: Weglaufen ist immer die bessre Alternative, aber wenn das nicht mehr möglich ist: fester Stand, Abstand halten, sich nicht in eine Ecke drängen lassen, Ruhe bewahren und Primärziele fokussieren (und überlegen, welches effektiv sein könnte).

Primärziele?
Sind Ziele am Körper eines Gegners, die nicht trainiert werden können. Wer mit der Faust auf den Bauch eines Angreifers zielt, haut dort eventuell auf ein durchtrainiertes Sixpack und tut sich selbst mehr weh als dem anderen. Wer mit den Fingern (oder einem Schlüssel, einem Stift etc.) in die Augen piekst, wird sich besser verteidigen können.

 

Es gibt 6 Primärziele, auf die man sich konzentrieren sollte, wenn man seine Haut retten muss:

  • Augen
  • Ohren (mit beiden Händen flach und gleichzeitig draufhauen)
  • Der Bereich zwischen Oberlippe und Nase
  • Kehle (flacher Handkantenschlag)
  • Unterleib
  • Knie (soweit möglich das Kniegelenk eines Angreifers seitlich treten, das wird ihm zum Straucheln bringen)

Noch zwei Tipps zum Schluss:
Schlagt nicht mit der Faust, wenn ihr nicht trainiert seid, sondern mit der flachen Hand oder der Handkante.
Und: Wenn andere Menschen in der Nähe sind, bittet lieber eine oder zwei Personen konkret um Hilfe, anstatt um Hilfe zu rufen. Wenn es mehrere Zeugen gibt, werden Hilferufe leider oft ignoriert oder nicht ernst genommen - Verantwortungsdiffusion wird dieses Phänomen in der Fachsprache genannt.

 

Passt auf euch auf!